Gottes Wunder und wieder im Süd Sudan

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Ganz liebe Grüsse aus Kenia! Wir sind alle wieder gut angekommen und schauen zurück auf eine Sagenhafte Zeit in Lokichar, Turkana, im Nord Westen des Landes. Wir haben wieder die “Hammer” Sachen mit Gott erleben dürfen. Danke das Ihr für uns gebetet habt.

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Foto rechts: Eric Ichumar, 5 Jahre alt

Der Junge kam normal auf die Welt, doch später erkannte seine Mutter, dass er mit seinen Beinen Probleme hatte und nicht in der Lage war zu stehen, weil seine Beine extrem schwach waren. Vier Jahre lang rutschte er mit den Händen und Füssen auf dem Boden. Am letzten Tag der Evangelisation erhielt der Junge seine Heilung und konnte stehen und gehen. Die Mutter Ann konnte ihre Freudentränen nicht zurückhalten. Sie war überglücklich und Gott so dankbar. Eric konnte nicht nur stehen, sondern sogar an der Hand geführt werden. Er fing an vor dem gesamten Publikum mit den Füßen zu stampfen, hüpfen und sogar zu tanzen. Wir waren alle vor Freude zu Tränen gerührt, vor allem seine Mama. Dank sei Gott!

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Foto rechts: Violine Ekeno, ein 11 Jahre altes Mädchen

Vier Jahre lang litt Violine unter extremen Halsschmerzen. Als sie eines Tages aufwachte, stellte sie fest, dass etwas ihren Hals zuschnürte. Es schien, als würde eine unsichtbare Hand ihren Hals zuschnüren. Um die 4 Jahre litt sie und ihre Mutter dachte, sie würde sterben.
Die Mutter brachte sie in verschiedene Krankenhäuser, aber Violine bekam keine Hilfe. Die Ärzte untersuchten und bestätigten, dass sie nichts Außerordentliches feststellen konnten.
Die Mama und Tochter sind zu Pastoren gegangen, um sie für Gebet zu bitten. Alles half nicht. Wann immer gebetet wurde, musste Violine viele Schmerzen ertragen. Sie entschieden sich Hilfe beim Zauberdoktor zu suchen. Nicht einer, nicht zwei, sondern fünf Zauberer. Doch alles half nicht. Durch List und Tücke wurde ihnen viel Geld abgenommen. Beide waren verzweifelt. Während unserer Versammlungen in Lokichar nahmen sie an den Gebeten teil und Gott berührte Violine. Als Peter die Leute bat, etwas zu tun, was sie bisher nicht tun konnten, versuchte sie zu schlucken und nicht nur der Schmerz war verschwunden, auch das Erstickungsgefühl war weg. Sie war so erleichtert und lobte Gott.

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Foto links: Karte von Süd Sudan

Denkt weiter an uns im Gebet. Josh, (unser Schwiegersohn) und ich werden am Samstag zur Grenzstadt Lokichoggio fliegen um dann mit einem kleinen PKW in den Süd Sudan zu fahren. Wir wollen die neubegonnene Arbeit dort besuchen. Gerade wird in Naliel, Ost Equatorial einen Wasserbrunnen gebohrt. Auch werden die Erste Spatenstiche gemacht für die neue Missionsstation, wo wir später 4 Missionshäuschen bauen wollen, um unsere 4 Kenianische Missionarsfamilien eine Heimat zu bieten unter einen vom Evangelium unerreichte Gruppe.

Vorstellung unserer Pläne für Naliel, Toposa Land im Südsudan
Vor einigen Jahren hatte ich bei einer unserer evangelistischen Kampagnen im Südsudan das Privileg, die große Region, in der die Toposa leben, zu überfliegen. Soweit mein Auge sehen konnte, sah ich Tausende von kleinen Dörfern. Dies war eine Region, in der das Evangelium nie gepredigt worden war.
Niemals hätte ich gedacht, dass Gott uns dazu bringen würde eine Arbeit dort zu injizieren, die viele Dörfer von den Toposa erreichen würde. Die Toposa leben wie die Turkanas vor 50 Jahren gelebt haben. Sie sprechen die gleiche Sprache wie die kenianischen Turkanas, aber viele haben noch nie von Jesus gehört! Nicht ein einziges Mal.

Zielort
Der Ort, an dem wir arbeiten um eine Arbeit für Gemeindegründung und Evangelisation zu starten, ist in Naliel. Naliel liegt etwa 700 km von der Stadt Eldoret entfernt. Die Wettersituation ist heiß und extrem staubig. Die Region ist eine Halbwüste, ähnlich wie Turkana. Das Dorf Naliel ist in East County,  Namorunyang Staat, Naliel Payam (Standort). Obwohl das Josua-Projekt behauptet, dass dieser Stamm christlich und erreicht ist, beweist die Praxis vor Ort in dieser Region das Gegenteil. Rev. Mark Keter (unser Missionar) arbeitete 12 Jahre in Lotimor an der äthiopischen Grenze. Er reiste auf dieser Strecke hin und her und sagt, dass man auf dieser Straße über 250 km fahren kann und nicht eine Kirche findet.
Man erreicht Naliel (ungefähr in der Mitte des Grüns auf der Karte), wenn man die Grenze in Lokichoggio und Nadapal überquert. Dann, anstatt direkt nach Kapoeta zu fahren, geht es Richtung Osten nach Boma an der äthiopischen Grenze. Nach etwa 100 km ohne eine Kirche zu sehen, kommt man in Naliel an. Stell dir vor, du würdest 250 km fahren, ohne eine Kirche zu finden. Naliel ist strategisch in der Mitte. Das ist so, als würde man von Basel nach Frankfurt fahren und feststellen, dass es keine einzige Gemeinde gibt, geschweige denn, dass jemand je von Jesus gehört hat. Etwas muss getan werden!
Unsere Pläne und Strategien:
Am 15. Februar haben wir ein Team von 4 kenianischen Missionaren in diese Region entsandt, um Daten zu sammeln und herauszufinden, wo genau sie ihr Lager aufschlagen wollen. Sie waren bis zum 28. Februar dort.

Wir haben die Arbeit in Phasen unterteilt:

  • Phase 1 – Treffen mit den Menschen vor Ort (ca. 2 Wochen)
    Rückkehr nach Hause, Vorbereitung für einen längeren Aufenthalt in Naliel, Südsudan.
    (Februar, März) (fertig)
  • Phase 2 – Zurück nach Naliel, diesmal für 3 Monate. Dies wird eine intensive Zeit zum kennenlernen und Beziehungen zu den Toposa-Stammesleuten aufzubauen. Es bedeutet auch, die Toposa Sprache zu lernen. (April, Mai, Juni) (erledigt)
  • Phase 3 – Vorbereitung von LKW-Ladungen mit Baumaterial für Naliel.
    Bau von Missionshäusern und Vorbereitung für die Ankunft der Familien.
    (Juli – September) (momentan in Bearbeitung)
  • Phase 4 – Weiter an der „Base“ arbeiten, sich mit den Familien einleben und Strategien entwickeln, wie und wo Gemeinden gegründet werden können. Möglicherweise Filmdienst mit dem JESUS Film.
    (Oktober – Dezember)
  • Phase 5 – Die Arbeit geht auf hohem Niveau weiter. Missionsanwärter aus Turkana, Kenia werden für die Gründungsarbeit aufgenommen.

 Unser Ziel

  • 100 Gemeinden in fünf Jahren gründen.
  • Toposa Sprache erlernen.
  • Aufbau eines Ausbildungszentrums für die eingeborene Bevölkerung,
    um systematisch Gemeinden zu eröffnen.
  • Toposa Kinder gehen nicht zur Schule. Es gibt keine Schulen in dieser Region.
    Dies gibt den Missionaren eine große Chance, Schulen zu gründen
    um den Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen.
  • Jeder Missionar wird seine Familie auf dem Feld mit dabeihaben.
    Die meisten dieser Kandidaten haben bereits Erfahrung in Missionsarbeit und haben eine Leidenschaft für Menschen.
  • Die unterstützenden Kirchen auf dem Laufenden halten und helfen,
    andere für Außenmission zu mobilisieren.
  • Einen ganzheitlichen Ansatz haben – der physischen und geistlichen Not zu begegnen.
  • Gemeindeentwicklung.

Aktueller Stand / heute
Nach nur 3 Monaten in Naliel haben sie schon 17 Feuerstellen-Gemeinschaften. Sie treffen sich und singen die neu erlernten Lieder und erzählen, was Ihnen wichtig war, als sie den Jesus Film gesehen hatten. Von jeder Gemeinschaft werden zwei ausgewählt, um in Jüngerschaft unterwiesen zu werden.
Mark Kater ist gerade dort und arbeitet daran, dass das Grundstück umzäunt wird und an einer offenen Stelle ein Brunnen errichtet wird. Es werden auch Toiletten gebaut.
Der nächste Schritt ist dann kleine 6 x 6 Meter große Wohnhäuser zu bauen. Dazu brauchen wir noch Finanzen. Das ganze Projekt kommt auf etwa 30 000 Euro. Wir suchen Spender die uns für dieses Projekt und für Evangelisation helfen. Betet das wir mehr Finanzielle Mittel bekommen (Klein oder auch groß) damit wir stark Reich Gottes bauen können.

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