UK Flag
click for english
Home
Über uns
News
Bilder
Kontakt
Gästebuch
PartnerPoint
Login
:: disclaimer ::

News

Inhalt:


Tina verrät ihr Müslirezept!


Sudan-Müsli


Darauf hat die Welt gewartet! Tina lüftet das Geheimnis um ihr Sudan - Müsli und zeigt dir, wie du auch mal etwas in Missionsstimmung kommen kannst.
Stell die Heizung auf 45°C und iss zwei Wochen lang nichts anderes als Tinas Sudan-Müsli Spezial!
OK, zur Abwechslung darfst du dir auch mal eine Ziege braten.
Dazu trinkt man stilgerecht abgestandenes, lauwarmes Wasser aus alten Speiseölkanistern.
Guten Appetit!


Hier das Rezept:

400 g Haferflocken,
100 g gehackte Nüsse,
50 g Kokosraspel,
50 g Sesamsamen und mit
100 g Backschokolade, geraspelt oder Trockenobst (z.B. Rosinen) vermischen

150 g Honig mit
3/4 Tasse Öl in Kochtopf erhitzen, bis Schaum entsteht, auf Backblech gie&szlkig;en!
Die trockene Masse darüber verteilen, bei 150°C im Backofen erhitzen und immer wieder
mit einem großen Löffel umwälzen, bis alles knusprig und hellbraun wird!

200 g Cornflakes untermengen, wenn das Müsli kalt geworden ist!
(Je nach Geschmack Zucker hinzufügen!)


drei mal Täglich einnehmen hilft gegen den Hunger!
Die ersten drei Tage schmeckts hervorragend. Viel Spass beim Ausprobieren!


nach oben


Im Flüchtlingslager Kakuma


Kakuma Refugee Camp Crowd


90 000 Menschen aus 7 verschiedenen Nationen leben in diesem Lager, vorwiegend aber Somalis und Sudanesen. Jede vertretene Nation lebt quasi in ihrem eigenen Dorf innerhalb des Lagers, deutlich abgetrennt mit Zäunen aus Dornensträuchern. Trotz Sicherheitspersonal kommt es immer wieder zu grausamen Vergewaltigungen und Morden. Immer wieder wurden auch wir Zeugen von Handgreiflichkeiten zwischen ihnen. Wie oft musste der UN-Krankenwagen, die schlammigen Straßen passieren! Kleine Jungen warfen hinter uns mit Steinen und viele Männer wussten nichts mit sich anzufangen, denn Nahrung, Kleidung und Baumaterial wird ihnen zur Verfügung gestellt und für alles andere sorgen ja die Frauen und Mädchen! Laut Beschluss der UN sollen die Sudanesen im Dezember in ihre Heimat entlassen werden. So kamen wir genau zum richtigen Zeitpunkt, mit dem Ziel diese Menschen in eine persönliche, lebensverändernde Beziehung zu Gott zu führen! Viele Orte des Südsudans sind für uns wegen der fehlenden Infrastruktur unzugänglich. Hier kamen nun viele Menschen aus den verschiedensten Stämmen zu unserer Evangelisation und durften sogar miterleben, dass Gott in der Lage ist, Menschen zu heilen! Unter anderem bekam ein blinder Mann sein Augenlicht zurück und eine halbseitig gelähmte Frau konnte sich wieder ungehindert bewegen! Die Geheilten bezeugten vor aller Augen, was Gott an ihnen getan hatte! Wir freuten uns, jeden Morgen zahlreiche neue Gläubige, aber auch "alte Hasen! lernbegierig zu unseren Seminaren kommen zu sehen. Was wir sahen, war erstaunlich! Einigen Flüchtlingen konnten wir die Veränderung wirklich anmerken! Menschen bekamen ganz andere Gesichtszüge, konnten in ihrem Leben wieder Sinn finden und bezeugten ihre Bereitschaft, auch in ihrer Heimat die erfahrene Liebe Jesu weiter zu geben!


Seminar Healed!

nach oben


Einsatz in der Jungulei, Sudan

Ein Projekt an dem die sudanesische Regierung eifrig arbeitete, war die Konstruktion des zweiten Suez Kanals. Der Kanal sollte den Nil auf direktem Weg von Bor nach Malakal bringen. Das Unterfangen hätte den Wassertransport auf dem Nil lukrativer gemacht und dem Umweg durch die Sumpfländereien erspart. Was viele dabei nicht wussten: Der Kanal wurde nicht in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen gebaut. Es war beabsichtigt, dass dieses riesige Bauprojekt eine "ethnische Säuberung" hervorrufen würde. Die Umleitung der Wassermassen des Nils sollte die Sümpfe und das fruchtbare Grasland des Südsudan austrocken. Viele hätten ihr Kulturland verloren. Dazu sollte der Kanal dazu dienen, einen direkten Weg für die Islamisierung des Südens, bis hinein nach Uganda, zu bilden. 1994, der Krieg war an seinem schrecklichen Höhepunkt angelangt, sind die Bewohner der Jungulei Region gegen dieses Riesenprojekt aufgestanden. Nur ungefähr 5km des Kanals sollten noch gegraben werden, als die riesige Maschinerie zum Stillstand gebracht wurde. Der Norden antwortete mit massiven Luftangriffen auf die umliegen Dörfer, und die benachbarten Stämme wurden bezahlt und aufgehetzt, die Bewohner der Jungulei umzubringen. Diese vom Krieg wohl am schlimmsten betroffenen Region war unser Einsatzort. Unser Ziel war dabei, Versöhnung und Jüngerschaft zu predigen. Auch heute, über 10 Jahren nach den Angriffen ist die enorme Spannung in dieser Gegend immer noch spürbar. In der Stadt Pukdap fanden wir enorme Wracks von Baumaschinen in der Gegend verstreut, gesprengt und von Schüssen durchlöchert. Abend für Abend zeigten wir den Jesus Film und hatten die Gelegenheit Seminare mit der Bevölkerung durchzuführen, die zu 80% aus Soldaten und Rebellen bestand. Wie schon so oft, haben wir auch in der Jungulei gesehen, dass die gute Nachricht, die wir Christen predigen, nicht nur für das menschliche Ohr gemacht ist. Sie wirkt auch im nicht sichtbaren Bereich. Charakter und Haltungen des Menschen verändern sich. Menschen lassen es zu, dass Gott ihre Leben verändern kann und das wiederum gibt Raum für Entwicklung und Wirtschaftswachstum. Familien werden wieder zusammengebracht, Ehen beginnen zu funktionieren und ein starkes Bewusstsein für Verantwortung wächst. Kaputte Beziehungen bekommen einen Funken Hoffnung und können erst so zu einer echten Versöhnung führen. Das sind Dinge, die nur Gott schaffen kann.

nach oben
Kanalbagger

sudanesische Küche

panzer


Kenias Küstenregion, Mtwapa und Kilifi

Noch nie sahen wir so viele Kinder auf unseren Evangelisationen! Einige sind sogar im Gebetszelt und im Ordnerdienst involviert. Mädchen zwischen 8 und 12 werden schon zur Verantwortung für ihre Familien herangezogen. AIDS bedingt durch Sextourismus sind die Auslöser! Nur ein Drittel der Zuhörerschaft besteht aus Erwachsenen und diese sind meist unter 35! Ein Abend der Veranstaltungen wird denen gewidmet, die sich mit Selbstmordgedanken quälen. Speziell für sie möchten wir beten. Menschen strömen für dieses Gebet nach vorne, die meisten von ihnen sind Frauen und Mädchen! Während des Gebetes beginnt der Herr zu heilen. Manche beginnen zu weinen, als der Herr sie mit seiner Liebe anrührt! Aber auch körperliche Heilung geschieht. Eine Frau, die mit dem Rollstuhl gebracht wurde, darf ihre ersten Schritte (Schuhe hat sie verständlicher Weise keine) machen! Viele ehemalige Prostituierte und auch einige ehemalige Moslems kommen zu den morgendlichen Glaubenskursen. Sie möchten ein neues Leben beginnen und lernen, wie sie es mit Gottes Hilfe auch umsetzen können! Inzwischen besuchten einige von ihnen für 3 Monate eine Glaubens-Schulung und arbeiten nun tatkräftig mit, Gottes verändernde Liebe an andere weiter zu geben!

nach oben
Kind betet


Sauberes Wasser für Karakamuge


Karakamuge Wasser in 2005 Wasser schiesst mit hohem Druck aus dem Boden


Für die Einwohner von Karakamuge (Sudan) ist der 21. Juli 2006 ist ein historisch bedeutsamer Tag geworden.
Mehr oder weniger durch Zufall kamen wir im Januar 2005 bei den Toposa Stammesleuten in diesem Dorf vorbei. Weitab der Zivilisation fanden wir Menschen - die meisten ganz ohne Kleider, ein paar wenige mit Ziegenhäuten bekleidet - die durch den Jahrzehnte langen Krieg von der Aussenwelt total abgeschnitten waren.
Ab Leben erhielt sie einzig ihre Ziegenzucht und ein Drecktümpel, aus dem das Wasser getrunken wurde. Sauberes Wasser haben sie noch nie gesehen. Schule gab es weit und breit keine, geschweigen denn eine Kirche. Wir blieben an diesem Abend bei ihnen, zeigten ihnen den Jesusfilm (den ersten Film den sie je sahen) und assen am Abend beim Lagerfeuer mit ihnen zusammen eine gebratene Ziege. Am nächsten Morgen wurden wir zu ihrem "Trinkwasser" Vorrat geführt. Ein Tümpel, mitten in der Wüste, wo während der Regenzeit Wasser gesammelt und von Bogenschützen streng bewacht wurde. Das Wasser war damals drei Monate alt, grün und stank. Kein Wunder sieht man viele Kranke, von Parasiten (Guinea-Wurm) befallene Menschen. Während dem letzten Jahr haben wir in Deutschland und Australien Geld gesammelt. Dank der treuen Unterstützung konnten wir nun eine Bohrfirma beauftragen, ein Brunnenloch zu bohren. Zwei Tage sass die ganze Bevölkerung interessiert um die Bohrmaschine und konnte es kaum glauben, als bereits nach kurzer Bohrzeit Wasser mit hohem Druck aus dem Boden schoss - das erste klare Wasser in ihrem Dorf, seit Menschengedenken!


frisches Wasser! die Dorfältesten sind glücklich

nach oben


Unfassbares in Lira


crowd in Lira


Vor drei Jahren sah es in der Stadt Lira (Nord Uganda) noch ganz anders aus. Rebellen trieben in der Gegend ihr Unwesen und viele schreckliche Verbrechen wurden begangen. Die Stadt wurde zur Zuflucht und neuen Heimat für Tausende von Flüchtlingen des eigenen Landes.
Um Lira herum gibt es noch immer viele Flüchtlingscamps in denen bis zu 50.000 Menschen in primitivster Weise leben; die meisten traumatisiert, viele verkrüppelt durch Folter und krank. Noch immer fürchten sich viele, wieder zurück in ihre Dörfer zu gehen, denn kleine Rebellen Gruppen ziehen immer noch umher oder ihr Dorf wurde dem Erdboden gleich gemacht.
So eben kamen wir aus dem fruchtbaren Norduganda zurück. Es war eine großartige Evangelisation und einmal mehr eine Bestätigung, dass es sich lohnt, in Gebieten zu Evangelisieren, wo Menschen in Not sind. Fast 5000 registrierte Entscheidungen wurden gezählt und an die örtlichen Gemeinden zur Nacharbeit übergeben.
Bereits während den Vorbereitungswochen wurde an 14 verschiedenen Orten der Jesus Film sowie ein Film des Roten Kreuzes zur Aidsaufklärung in den umliegenden Flüchtlingslagern gezeigt. Die Vorbereitungen für diese Evangelisation waren nicht gerade einfach. Der Einfluss von ausländischen Hilfswerken hat nicht nur positive Effekte auf die dortige Bevölkerung. Es lässt sich kaum mehr jemand für freiwillige Arbeit begeistern. Selbst die (oft selbst ernannten) Pastoren und Leitern der Stadt waren nicht gewillt, ohne entsprechende Zuwendungen mitzuarbeiten. Da wir diesen Forderungen nicht nach kamen sahen wir uns gezwungen, mit nur 8 der ursprünglich über 50 Pastoren zusammen zu arbeiten.
Ungeachtet dessen war es begeisternd zu sehen, was Gott alles tat. Menschen wurden befreit und geheilt und die Zeugnisse waren für uns zum Teil nur schwer fassbar.
Eine Frau mit ihrer Begleiterin brachte ihr etwa 2 Jahre altes Kind in Decken eingehüllt schon früh am Nachmittag zur Veranstaltung und hörte im Kinderprogramm die Biblische Geschichte des toten und wieder auferstandenen Lazarus. Sie ließ für ihr Kind beten und unsere Mitarbeiterin merkte schnell als sie das Kind anfasste, das es bereits kalt und ohne Atem und Puls war. Die Mutter beharrte darauf, dass sie für das Kind betete. Doch die Mutter akzeptierte die Tatsache nicht dass ihr Kind tot war und blieb bis zum Abend auf dem Feld. Am Ende der Veranstaltung wurde wie üblich für die Kranken gebetet. Auch sie brachte ihr Kind nach vorne und da geschah das unglaubliche vor den Augen vieler. Das Kind stand auf und war vollkommen gesund und munter. Wir hatten noch nie so etwas miterlebt und die Freude und das Erstaunen war überwältigend.
Weitere wunderbare Zeugnis folgten in diesen Tagen und Menschen wurden von leichten und schweren körperlichen Leiden und Krankheiten geheilt. Manche brachten sogar ärztlichen Unterlagen zur Bestätigung mit sich. Doch das größte Wunder war, als wir die vielen tausend Entscheidungskarten für Jesus Christus an die örtlichen Gemeinden weiter reichen durften.


nach oben


GFI nun auch in der Schweiz


Gündungsversammlung GFI Schweiz


Wir freuen uns sehr, dass das "I" von GFI um ein weiteres Stückchen gewachsen ist. Am 7. Mai fand die Gründungsversammlung des Vereins GFI Schweiz im schönen Emmental statt.
Der Vorstand besteht aus Präsidentin Heidi Grädel, Sekretärin Beatrice Bieri und Kassierer Jürg Schenk. Der Sitz des Vereins ist in Dürrenroth (Kt. Bern).
>> Click für Kontaktdetails


nach oben


In der Hauptstadt des Südsudan


collected mines juba town


Anfang Februar fuhr ein Konvoi GFI Fahrzeuge einmal mehr via Uganda in den Sudan. Im Visier hatten wir diesmal die Stadt Juba am Nil. Juba war bis vor kurzem ein undenkbares Ziel für uns gewesen. Die Strassen waren komplett vermint und die Stadt war eine für uns unerreichbare Enklave der Nordregierung. Seit ein paar Monaten ist Juba nun offiziell die Hauptstadt des Südsudan, wird aber gemeinsam mit der Nordregierung geleitet. Eine ziemlich angespannte und komplizierte Situation also, aber die Stadt ist offen und es herrscht Rede- und Glaubensfreiheit! Zwischen Auto- und Panzwerwracks, abgebrannten Häusern, zerschossenen Lastwagen und herum liegender Munition bauten wir unsere Bühne auf und durften den Menschen, die nichts ausser Krieg kennen, die Gute Nachricht bringen. Drei Wochen lang lief das Programm mit Konferenzen, Schulungen und evangelistischen Veranstaltungen. Tausende (genaue Zahlen zu nennen ist schwierig) kamen angeströmt und für die Konferenz waren um die 1000 Pastoren und Mitarbeiter aus den verschiedensten Gemeinden des Südsudan angereist. Um dabei zu sein legten einige von ihnen über 240 km zu Fuss zurück!
Alleine die Versorgung so vieler Leute unter einfachsten Bedingungen, war in diesem Umfeld eine grosse Herausforderung. Diese erste Großevangelisation seit 21 Jahren traf auch auch viel öffentliches Interesse. Radio und Fernsehen waren vertreten und Politiker und Regierungsbeamte der GOSS (Government of Southern Sudan) luden uns zu einer Sitzung ins Parlament ein. Unsere Referenten konnten dort einen ganzen Vormittag zu den Ministern sprechen. Themen wie Korruption und Leiterschaftsstil trafen auf reges Interesse bei den Politikern. Bei vielen hat man gespürt, dass sie sich Gottes Segen für ihr Land und ihre Leute wünschen.
Der Vitzepräsident des Sudan, Dr. Riek Machar, war dann auch an unserer Abschlussveranstaltung persönlich dabei.


collected mines juba town

nach oben


bei den Dinkas in Duk Fadiet

Als wir mit dem kleinen MAF-Flugzeug auf einem, im weitesten Sinne Rollbahn ähnlichem Feld landeten, wurden wir erstaunt von allen Seiten begutachtet, denn viele unserer Beobachter sahen zum ersten mal in ihrem Leben Weiße! Kinder verbargen sich schüchtern hinter den Schürzenzipfeln ihrer Mütter, als wir vom Schutz der Kabine in die sengende Sonne hinaus traten. Fell bespannte Trommeln, ein Banner und eine ganze Armee von Frauen und Kindern hießen uns in ihrem Krieg-geschüttelten Ort, Duk-Padiet, herzlich willkommen. "Duk" heißt schlicht und ergreifend: "einfach nur Sand", was dieses Flecklein Erde recht gut beschreibt.
Dieser Ort wurde in der Tat durch jüngste kriegerische Auseinandersetzungen verwüstet. Schon beim ersten Blick nimmt man traurig zur Kenntnis, dass es keine Männer mittleren Alters mehr gibt. Während die Behörden sich neu zu organisieren versuchen, müssen sich die hinterbliebenen Witwen samt ihren Kindern mit viel Mühe eine neue Existenz aufbauen. Als Vierer-Team (Peter Franz und die drei Australier Rod Winter, Garry Pratt und David Vivian), ließen wir uns nun für 10 Tage dort nieder, um eng mit den Einheimischen so wie den lokalen Pastoren zusammen zu arbeiten. Dies bedeutete in Lehmhütten mit Elefantengraßdächern zu campieren, Schlangen, Dutzende von Ratten, sonderbare Spinnen und gelegentlich einen Skorpion zu beseitigen. Wir aßen Herkömmliches wie Sorghum (Getreidebrei), Ziege, Hühnchen, Eidechsen und die afrikanische Leib- und Magenspeise Ugali (Maisbrei). Wie vermutet kamen die allabendlichen Filmvorführungen (Jesusfilm, Film zur Aidsaufklärung und "Die 10 Gebote") sehr gut bei den ca. 1000 Zuschauern an. Bilder auf einer Leinwand, brummende Generatoren, Wasser in Flaschen, Handspiegel, und magisch wirkende Scheren sind nur ein paar der Dinge der westlichen Welt, die dieses wissbegierige und Vertauen schenkende Volk der Dinkas noch nie zu Gesicht bekam. Viele von ihnen lernten zum ersten mal einen liebenden Gott kennen der auch über die angstmachenden und zerstörerischen Ahnenkulte zu herrschen vermag. Pastoren gingen erfrischt und neu ausgerüstet zu ihren Gemeinden in der Umgebung zurück, um ihnen dienen zu können. Bitte betet speziell für diese Pastoren, damit diese sich nun in politisch unsicheren Zeiten, als wahre Leiter entpuppen und in diesen schwierigen Zeiten Orientierung geben können.

nach oben
MAF Flugzeug

David und Kinder

Dorfhütte


Einsätze in Isiolo, Nkubu und Molo

Die Stadt Isiolo wirkte auf uns mit ihren Moscheen und schwarz verschleierten Frauen schon fast orientalisch. Sie wird auch nicht umsonst als das Tor zur Wüste bezeichnet, denn ab dort gehen alle Asphaltstraßen in staubige und schlechte Pisten über. Hinter ihr beginnt Öde und Einsamkeit.
Leider ist diese Stadt aber auch wegen ihrer hohen Aidsrate bekannt, denn "Zauberdoktoren" verbreiten die Lehre, ein HIV infizierter Mann müsse nur bei einer Jungfrau schlafen und könne so davon "gereinigt" werden. Daher versuchten wir so oft wie möglich unseren Film zur Aidsaufklärung zu zeigen. Da Gott mitfühlend ist, heilte und veränderte er viele Menschen dort durch seine Liebe. Z.B. bekam ein Ex-Regierungsoffizier, der seit 5 Jahren blind war, sein Augenlicht wieder. Viele kannten diesen Offizier und so war die Freude in der Menge riesengroß. Erstaunt waren wir aber auch, als ein Mädchen, dass vorher weder laufen noch die Arme heben konnte, plötzlich mit gestreckten Armen auf der Bühne herumspazierte. Auch andere Lahme und eine Frau mit einem großen Halsgeschwür wurden angerührt. Eine deutsche Krankenschwester war angenehm überrascht, als sie das Geschwür untersuchte und eine saubere, abheilende Wunde vorfand! Das alles löste bei den Anwesenden große Begeisterung über Gottes Liebe und Gnade aus. Viele Menschen wagten einen neuen Anfang mit Gott und erlebten persönliche Wiederherstellung.

Auszug eines Briefes, den wir nach der Evangelisation in Isiolo erhielten:

...während der Evangelist predigte, dachte ich, er würde speziell für mich predigen. Warum? Er sagte, es gäbe in dieser Veranstaltung einen Mann, der sich vorgenommen hat jemanden mit seiner Machete umzubringen. Ich fühlte mich sehr betroffen. Dazu erzähle ich kurz meine Geschichte: Als mein Vater 1973 starb, übernahm meine Mutter die Verantwortung uns 7 Kinder zu versorgen. Nach meiner Schulzeit konnte ich die Arbeit eines Kochs erlernen und arbeitete schließlich als solcher in einer Jungenschule. 2004 wurde meine Mutter so krank, dass sie mich zu sich rief, um mir ihren letzten Willen zu erklären. Ein paar Tage später starb sie. Nach ihrer Beerdigung vereinnahmte mein älterer Bruder die Besitzurkunde des elterlichen Grundstückes, die Todesurkunde unserer Mutter und ihr Sparbuch, dessen Guthaben wir, nach ihrem Wunsch hätten gleichmäßig unter uns aufteilen sollen. Meine Geschwister teilten das Geld untereinander auf , ohne mich dabei zu berücksichtigen. Ich wurde nur noch von dem einen Gedanken getrieben, mich an meinen Brüdern zu rächen und sie zu töten. So buchte ich an dem Sonntag der Evangelisation einen Bus nach Nairobi, um diesen Gedanken in Tat um zu setzen. Ich wickelte meine Machete für die Fahrt unauffällig ein. Ich fühlte in mir eine grosse Genugtuung. Aber ohne, dass ich es wirklich wahrnahm, arbeitete Gott bereits an mir und jemand nahm mich zur Evangelisation mit. Eigentlich hatte ich vor, die gepredigte Botschaft zu ignorieren, aber sie traf mich doch tief in meinem Herzen, besonders als der Evangelist zum Schluss sagte: "auch Dich, Gott kann Dich aus deiner verfahrenen Situation, in der Du gerade drinsteckst, herausführen und befreien!" Während er betete und die Leute bereits nach vorne gingen, um sich dem Angebot zu stellen, konnte ich mich erst einmal gar nicht rühren, weil ich so weinen musste. Ich weiß gar nicht, wo die Tränen alle herkamen. Dann ging ich auch nach vorne. Dort traf ich einen Pastor, dem ich meine ganze Geschichte und mein Vorhaben anvertraute. Er riet mir nicht nach Nairobi zu fahren, sondern mich statt dessen mit ihm zu treffen um das Problem mit ihnen zu Diskutieren. Als ich dort hin ging, übergab ich mein Leben ganz neu Jesus und Gott gab mir die Fähigkeit zu vergeben und ich vergab ihnen allen. Während ich nun schreibe, bekundet mein Bruder, ich solle warten, denn er würde mir sehr bald meinen Teil des Erbes zusenden.
Liebe Geschwister, bitte betet für mich und auch für die anderen Leute hier in Isiolo! Kommt wieder!

Mit freundlichen Grüssen
Samuel M.


Die Stadt Nkubu liegt nicht weit weg, so bauten wir unsere Bühne und Lautsprecherturm auch dort auf. Nkubu ist wieder eine Stadt mit einem total anderen Charakter: Der Ort liegt mitten in einer der üppigsten und grünsten Gegenden Kenias. Wo man hinsieht gedeihen Bananen, Papaya, Mango, Gemüse und sogar Äpfel (eine Seltenheit in Afrika!). Das Land wirkt auf den ersten Blick, wie ein kleines Paradies. Um so überraschter waren wir, als wir die völlig verkommene Stadt betraten. Sofort wurden wir von vielen Klebstoff schnüffelnden Straßenkindern umlagert, die erbarmungslos auf sich selbst gestellt zu sein schienen. Auch viele Erwachsene sind süchtig. Alkohol, Prostitution und Miraa zerstören so viele Leben. Da es dort auch einige Gemeinden gibt, boten wir vormittags Seminare für Leiter und Mitarbeiter an. Dadurch bekommen die bereits Gläubigen ein stärkeres Fundament und sind in der Lage in effektiverer Weise ihre Stadt zu erreichen. Bei unseren evangelistischen Nachmittagsveranstaltungen verwandelte sich das Feld durch aufkommenden starken Regen und Sturm allerdings in ein großes Schlammbad. Dabei ging einiges an der technischen Ausrüstung kaputt und unsere Techniker hatten alle Hände voll zu tun, um die Veranstaltung am nächsten Tag wieder möglich zu machen.
Gerade an diesem Tag wurden viele der Zuhörer innerlich angerührt und erlebten eine Gesinnungsänderung.




In Molo leben die Menschen gemütlich und in ihren althergebrachten Traditionen. Zu diesen Traditionen gehört allerdings leider auch, dass die Frauen nichts zu sagen haben und in etwa den Kindern gleichgestellt werden. Viele leben in Unterdrückung. So begegnet man dort selten lachenden und fröhlichen Frauen, viele wirkten stattdessen verhärmt. Auch in dieser Stadt boten wir den Ehepaaren ein Seminar an, was ihnen im Umgang mit ihren Ehepartnern helfen soll, in Gottes Absichten für ihre Ehe hinein zu kommen. Schockiert waren wir, als wir erfuhren, dass es für Eheleute üblich ist, so gut wie keinen Umgang miteinander zu pflegen, weder durch Gespräch noch in Form von irgendwelchen gemeinsamen Aktivitäten. Für den Ehemann schien es kein Problem zu sein, andere Frauen zu nehmen, wenn seine eigene Frau nicht in der Lage ist Kinder zu gebären, was mit vielen AIDS Opfern teuer bezahlt werden muss.
Auch die schweren Stammeskriege von 1991 hinterliessen ihre Spuren an den Menschen. Viele leben heute noch in Hass und Unvergebenheit.
Jeden Nachmittag füllte sich das Fussballstadion allmälich. Schon zum Kinderprogramm mit lustigen Spielen, Musik, Handpuppen und gut in Szene gebrachten biblischen Geschichten kamen viele kleine und große Leute. Man sagte uns, "so etwas hätte es noch nie in ihrer Stadt gegeben"!
Die Zusammenarbeit mit den Pastoren erwies sich nach anfänglichen Schwierigkeiten als sehr schön. Ob uniformierter Heilsarmeeoffizier, treuer Protestant oder feuriger "Pfingstler", alle arbeiteten Hand in Hand zusammen. Viele Menschen fanden auch in dieser Stadt Vergebung und einen Neuanfang durch die Gnade Gottes. In diesen Tagen wurde der Horizont für viele Molaner erweitert und ihr Blick für die Großzügigkeit, Liebe und Kraft Gottes geöffnet.

nach oben


Explosives im Sudan

Die Straßen im Sudan waren eine besondere Erfahrung, gerade in den Gegenden, in die das Evangelium bisher noch nicht vorgedrungen war. Die Leute waren sehr offen und empfänglich und so hinterließ der Jesus-Film einen tiefen Eindruck in Chukudum, Kiklai, Lotukei und Lorema am Fuss der Didinga Bergen. Nach einer tollen Zeit mit den Didingas zogen wir weiter nach Kapoeta. In Kapoeta konnte man deutlich die Resultate des Krieges sehen: Die Häuser waren größtenteils völlig zerstört. Das ehemalige Post-Büro, heute ein Gemeinde-Gebäude, stand zwar noch, bestand aber nur noch aus drei Wänden und einem Dach. Überall konnte man Einschuss-Löcher sehen und während einer unserer Veranstaltungen auf dem Marktplatz, explodierte eine Tretmine nur 200 Meter von der Bühne entfernt. Für die Leute von Kapoeta ist so etwas ein fast alltägliches Ereignis. Tretminen sind überall verstreut in und um die Stadt herum. Abseits von Strassen und Wegen zu gehen ist lebensgefährlich. Oftmals sind die Opfer der Explosionen Tiere oder Kinder. Auch in Kapoeta hinterließ der Jesus-Film einen nachhaltigen Eindruck und viele Menschen kamen, um das Evangelium zu hören.
Uns wurde oft von Seiten der örtlichen Autoritäten nahegelegt, uns mit Schulen, Krankenstationen, Brunnen und anderen humanitären Projekten einzubringen, denn das durch den Krieg zerstörte Land hat schwerwiegende Nöte in diesen Bereichen. Viele Male wurde der geistliche Aspekt von Predigen und Lehren des Wortes Gottes nicht in Ehren gehalten, da viele noch völlig unerreicht vom Evangelium sind und jetzt, inmitten all der aktuellen Nöte vor Ort, keinen Grund zum Predigen sehen. Was die Menschen auch im Westen wissen müssen ist, dass das äußere Wohlergehen immer vom geistlichen Fundament abhängen wird. Wohin auch immer das Evangelium vordringt, wird es früher oder später eine positive Umformung in der Gesellschaft bewirken, die Herz und Verstand der Menschen zum Besseren verändert. Dies wiederum wird jeglicher Art von Entwicklung einen besseren Halt geben und die Leute werden in der Lage sein, zu schätzen, was Hilfsorganisationen in bestimmte Bereiche investieren. Das Evangelium gibt den Menschen einen Grund zu leben und eine neue Perspektive für das Leben als ganzes, gerade auch nach solch einem schrecklichen Krieg. Es war uns eine Freude und ein Vorrecht, Hand in Hand mit dem Internationalen Hilfsdienst IAS (International Aid Services) arbeiten zu dürfen, Der IAS ist eine Hilfsorganisation, die im Sudan schon seit vielen Jahren aktiv ist. Auch sie legen Betonung auf das Erreichen der ganzen Person, nicht nur der äußeren Bedürfnisse. Mit solch einer starken humanitären Hilfsorganisation zusammen zu arbeiten befähigt uns, eine evangelistische Organisation, bestimmte Bedürfnisse zu erfüllen, von denen wir sehen, dass sie unsere Aufmerksamkeit im existentiellen dringend benötigen.
Wir freuen uns darauf, weiterhin große Ernten im Sudan einzubringen und zu sehen, dass Menschen die Hilfe bekommen, die bleibende Auswirkungen hat und effektiv ist.

nach oben

3 1/2 Wochen Mission

Unser Angebot, die "Über die Schulter guck Wochen", hat grossen Anklang gefunden. Sieben begeisterte und gutgelaunte Missionsinteressierte begleiteten uns vom äußersten Norden Kenias, die Turkana- Halbwüste) bis hin zur feuchtheißen Küste Kenias im Südwesten. Dass man dabei viel erlebt ist selbstverständlich. Hier der (gekürzte) Bericht eines Teilnehmers:

Nun, wie die Zeit vergeht. Jetzt sitze ich (David aus Ansbach) am Amsterdamer Flughafen und warte auf meinen Rückflug nach Nürnberg. Während ich hier warte sind einige unserer siebenköpfigen bunt gewürfelten Gruppe bereits auf ihrem Flug zurück in die Schweiz, nach Berlin oder fliegen über London nach Stuttgart. Das sind wir, die kurzentschlossen "Ja" gesagt haben zu den Schnupperwochen von Gospel Fire International, um Missionsarbeit, das Land Kenia und die Kenianer selbst kennen zu lernen.
Auf dem Programm standen: Seminare, Besuch eines Missionsprojektes in der Turkanawüste, Besuch auf der Insel Lamu im Indischen Ozean, Großevangelisation an der Küste, aber auch Erholung und Entspannung am Strand. Aber nun mal der Reihe nach.
Als wir ankamen empfing uns das GFI - Empfangskomitee, darunter Sammy und seine Frau Tina, die uns die Zeit über begleiteten. Sie gaben uns dann und wann immer wieder wertvolle Hinweise zu Kultur und zum gesund bleiben, wie z.B. "das Obst muss vor dem Verzehr gebleacht werden", und "alles auf die Hälfte runterhandeln, dann stimmt der Preis".
Unsere erste Nacht verbrachten wir in einem einfachen Gästehaus in Nairobi. Dort durften wir auch zum ersten mal unser Autan (Mücken- und somit Malariaschutz) zum Einsatz bringen. Am nächsten Morgen ging es (nachdem wir nun schließlich noch den 68 Jährigen Hans aus der Schweiz bei uns hatten, der sich unfreiwillig eine Nacht im Hilton Hotel gegönnt hatte) mit dem Matatu nach Eldoret. Auf der GFI Missionsbasis machten uns mal frisch und trafen uns anschließend zum Abendessen und um die 26 Tage, die wir nun in Afrika sind, durchzusprechen.
Die ersten Tage sahen wie folgt aus: Früh und Abend Seminare zu verschiedensten Themen. Vormittags gab es die obligatorische Chai Pause, und am Nachmittag konnten wir Einkaufen gehen, Boda Boda fahren oder an einem kühlen Bad entspannen. Auch Nachmittagseinsätze wie z.B. einen Dienst im Kindergefängnis durchzuführen standen auf dem Programm. Mit einfachsten Mitteln, kann man hier bereits viel erreichen, wie z.B. mit Flanellbildern eine Geschichte erzählen.
Am Freitag ging es früh morgens los, weil wir per Matatu in die Turkana fuhren. Holper holper, bis nach Lodwar. Dort verdrückten wir ein paar Chips. Dann ging's weiter, mit einem alten, klapprigen Land-Rover, auf dessen Ladefläche wir und unser Gepäck standen und dessen Tür mit einer gebogenen Eisenstange gehalten wurde. Auch unterwegs mussten immer wieder viele versierte Mechaniker dass Fahrzeug am laufen halten. Durch viele Flussbette und auf oft kaum zu erkennender Staubstrasse fuhren wir nach Namuruputh, wo uns Deborah herzlich empfing. Sie arbeitet seit Jahren unter den Turkanas als Krankenschwester und ist eine gefragte Frau für alle Lebenslagen. Die Turkana ist eine trostlose Steinwüste. Da es aber kurz vor unserem Kommen regnete gab es doch Vegetation über die sich die Ziegen und Kamele und somit auch ihre Eigentümer sehr freuten. Wir durften dort zwei Kindergottesdienste mit Anspielen und Liedern gestalten. Die Afrikaner lieben es zu singen, nicht unbedingt in der richtigen Tonlage, dafür aber kräftig und laut. Es war interessant zu sehen wie die Turkana leben und obwohl die Gegend trostlos und öde scheint, sind die Menschen sehr offen und freundlich.

Sie leben auf einfachste Art und Weise so, dass man sich viele Gedanken über unseren Wohlstand macht. "Wofür brauche ich einen Computer�" habe ich mich z.B. gefragt... Am Samstag Morgen standen wir wieder Früh auf, um für drei Tage ans Meer nach Lamu zu reisen. Unterwegs fuhren wir durch den Nakuru National Park, wo es jede Menge wilder Tiere zu beobachten gibt. Am See sieht man jede Menge Marabus, Flamingos und Pelikane. Zwischen den Büschen Antilopen, Giraffen, Zebras, Nashörner und Affen. Lamu bedeutete für uns Erholung am Meer, Krebse jagen und Fruchtshakes schlürfen; was wir ausgiebig taten. Die Großevangelisation in Mpeketoni war dann aber der Höhepunkt unserer Schnupperwochen. Von Lamu her fuhren wir mit einem alten und überfüllten Bus nach Mpeketoni.

Als wir abends die Stadt erreichten, kam uns singend und jubelnd eine riesige Menschenmenge entgegen. Ein Umzug für Jesus durch die ganze Stadt. Den folgenden Tag verbrachten wir damit, das Equipment für die Veranstaltungen aufzubauen. Abends gab es ein besonderes Essen, welches von den örtlichen Gemeinden vorbereitet wurde, womit wir als GFI-Team von der Pastorengemeinschaft herzlich willkommen wurden. Was von da an jeden Tag geschah, war schon der Hammer! Das mitzuerleben und live dabei zu sein war ein Erlebnis: Nach der Predigt von Peter Franz kamen in diesen Tagen viele Menschen nach vorne um ihr Leben Jesus zu geben. Beim Gebet für Kranken konnten wir als Team mitbeten. Es wurden viele Menschen gesund. Taube hörten, Blinde sahen und Lahme konnten wieder gehen. Der Sonntagnachmittag war der Tag an dem die meisten Leute zur Veranstaltung kamen. Ich ging an diesem Tag ins Gebetszelt und war überrascht wie sehr die Leute im Gebet hinter der Evangelisation stehen. Peter predigte an diesem Abend auch über den Heiligen Geist und viele empfingen ihn auch. Für mich war der Sonntag der beste Tag.

Am Montag hatten wir noch mal die Gelegenheit kurz ans Meer zu fahren und uns in die indischen Fluten zu stürzen. Dann hieß es wieder mal Koffer packen und adieu zu sagen, denn am Dienstag ging unser Flug zurück in die Heimat.

FAZIT:
Kenia, ein Land das ich nie als Traumreiseziel wählte, ist zu einem Land geworden das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ein Land in dem alles Pole Pole zugeht und die Sonne 12 Stunden scheint. Für uns Schnupperwöchler war das eine Zeit in der man sich viele Gedanken machen und Dinge aus einem anderen Licht betrachtet sehen konnte. Wir verstanden uns sehr gut und waren ein gutes Team. Tina und Sammy, die uns die Zeit hindurch begleiteten, hatten alles sehr gut organisiert. Ich weiß nicht ob ich wieder kommen werde, aber ich hätte nichts dagegen!

KLEINES LEXIKON:
Gebleacht = mit Chlor desinfiziert
Matatu = Sammeltaxi mit 15 Sitzplätzen. Das öffentliche Verkehrsmittel in Kenia
Boda Boda = Fahrradtaxi
Chai = Schwarztee auf Suaheli (Mit viel Milch und noch mehr Zucker)
Turkana = nördliches Wüstengebiet Kenias, Turkanas = Nomadenstamm
Chips = Pommes, oder noch besser: Fett triefende Kartoffelstücke
Pole Pole = Nur mal langsam!

nach oben

Grossevangelisationen 2004

Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückschauen, können wir sehr dankbar sein. Wir sind mit dem Anliegen losgezogen, möglichst viele Menschen mit den "Good News" zu erreichen, was auch gelang, denn in diesem Jahr kamen mehr Menschen in unsere Veranstaltungen als je zuvor. Teilweise waren wir verblüfft, wo all die Tausenden herkommen mochten. Schüler saßen auf den Bäumen innerhalb ihres Schulgeländes, um von dort etwas mitzubekommen. Andere reisten 100 Kilometer zu Fuß, wie es in der Wüstenstadt Lokkichoggio an der sudanesischen Grenze geschah, nur um dabei sein zu können!
Da unsere Ziele hauptsächlich in Gegenden liegen, wo nicht so einfach evangelisiert werden kann, haben unsere Fahrzeuge und Teams Tausende von Kilometern auf oft sehr schlechten und staubigen Strassen zurückgelegt. Dadurch wurde es möglich, Hunderttausende von Menschen mit den "Good News" zu erreichen.
Wir wunderten uns z.B. wie 12'000 Menschen in einer kleinen Stadt, wie Mpeketoni zusammenkamen. Das sind fast 100% der Einwohner. Tausende übergaben ihr Leben Jesus.
Wir danken Gott auch für die jeweilige zeichenhafte Bestätigung der evangelistischen Botschaft durch Heilungen. Viele Lahme, Taube, Blinde und Menschen mit inneren Krankheiten fanden Heilung und dankten Gott durch ihre Erlebnisberichte. Aber auch Gemeinden und Kirchen fanden eine Neubelebung. In der Stadt Lodwar verdoppelte sich zum Teil die Mitgliederzahl in den Gemeinden, weil so viele neue Menschen in die Gemeinden kamen. Die Seminare, welche wir vormittags vorwiegend für Pastoren und Leiter anbieten, helfen den Gemeinden, die neuen Christen weiter zu betreuen, damit sie an Stärke gewinnen. Andere Orte, wie z.B. Kitui erlebten eine tiefgreifende Versöhnung und innerer Umkehr unter einer vorher gespaltenen Pastorenschaft.
So zogen wir, beginnend in der nördlichen Turkanawüste (Lokkichoggio und Lodwar) unter den Nomadenstämmen quer durch Kenia, über Kitui nach Bukoba (Tansania) . Diese Stadt liegt am riesigen Victoriasee und ist nur durch eine 400km lange und holprige Staubstrasse, sowie eine wöchentlich verkehrende Schiffsverbindung mit dem Rest des Landes verbunden. Unsere Heimatstadt ließen wir dabei auch nicht außen vor, sondern hielten auch in unseren "eigenen 4 Wänden" eine evangelistische Großveranstaltung ab.
Nicht immer läuft alles glatt. In unserer Heimatstadt bekamen wir einigen Gegenwind zu spüren, der uns allerdings als Team besser zusammenschweißte. Weiter ging's bis hin zur Küste Kenias am indischen Ozean. In dieser mehrheitlich von Moslems bewohnten Region verkündeten wir ebenfalls die befreiende Botschaft von Jesus. Da sich dort auch viele Urlauber aus anderen Erdteilen tummeln, konnten wir auch diesen die Gelegenheit geben, einen Neuanfang mit Jesus zu starten. Bei all dem, was wir erlebten, müssen wir sagen: Wir waren Handlanger aber Gott hat gewaltig nach seinem Ermessen "hinzugefügt"!


nach oben

Hilfstransport für die Turkanas

Dieses Jahr war in vielen Gegenden Ostafrikas die Regenzeit ausserordentlich kurz. Der ausbleibende Regen führte auch in der Gegend der Krankenstation in der Turkana, die wir öfters mit Flügen unterstützen, zu Hungersnot. Deshalb beschlossen wir einen Transport in die Wüste durchzuführen. Mit Hilfe anderer Organisationen (Pentecostal Assemblies of Canada), konnten wir 200 Säcke einer Mehlmischung (Mais, Soja, Mineralstoffe und Vitamine) auftreiben und so wurde ausnahmsweise unser Sattelschlepper und der Unimog nicht mit Lautsprechern und Bühne beladen, sondern mit Lebensmittel und anderen dringend benötigten Waren, die wir nicht einfliegen können. Auch Zement und Baumaterialien zum Bau eines medizinischen Labors wurden transportiert. Wochenlang bestand die Hauptarbeit auf unserer Base im Organisieren und Koordinieren, dass alle Waren zur richtigen Zeit richtig verpackt auf unserer Station hier in Eldoret angeliefert wurden. Endlich alles verladen und fahrbereit, standen wir vor einigen Ungewissheiten, die uns schlaflose Nächte bereiteten. Die Strecke durch die Wüste ist bekannt für Raubüberfälle. Auch das Gewicht der Ladung bereitete uns Sorgen, da wir im ganzen 54 zum Teil sehr sandige Flussbetten durchqueren mussten. Überfallen wurden wir Gott sei dank nicht, aber mit Sand schaufeln haben wir nun etwas mehr Erfahrung. Ein etwa 500 Meter breites, ausgetrocknetes Flussbett kostete mehr als einen vollen Tag Arbeit zum durchqueren. Auch sonst kamen wir mit dem fast 50 Tonnen schweren Fahrzeug auf diesen schlechten Strassen oft nur im Schritttempo voran. Doch wir kamen an, und zwar als erster Sattelschlepper, der dieses Dorf jemals erreicht hat. Um die Leute nicht von Hilfe abhängig zu machen, werden die Lebensmittel nicht einfach planlos an alle verteilt. Zuerst bekommen natürlich kranke und ältere Menschen Hilfe. Leute die arbeiten können, werden aber eingesetzt, um eine 20 km lange Strasse zu bauen. Dafür bekommen sie als Lohn Lebensmittel für sich und ihre Familie. Die Strasse, oder besser gesagt der Pfad, wird ein komplett abgeschnittenes und mit dem Evangelium total unerreichtes Dorf (Lokwatubwa) in den Loima Bergen erschliessen, damit dort ein dringend benötigter Brunnen und eine Gemeinde gebaut werden kann. Solche Einsätze sind für uns natürlich einerseits sehr befriedigend. Man kann sich kaum eine schönere Arbeit vorstellen. Begeisternd ist vor allem, wenn Missionsarbeit gemeinsam mit anderen Organisationen getan werden kann und so oft ein paar Fliegen auf einen Schlag trifft. Den Hungernden wird geholfen und gleichzeitig kann man das Evangelium in einem komplett unerreichten Gebiet voran treiben. Andererseits merken wir aber auch, dass Arbeit unter solchen Bedingungen sehr "ans Eingemachte" geht und die Anstrengungen nicht einfach spurlos an uns, sowie an der Technik vorüber gehen.


nach oben

Filmeinsatz im Südsudan

Gerade eben kam unser Filmteam (bestehend aus vier Kenianern) mit einem MAF Flug sicher aus Buma (Süd Sudan) zurück. Dort sieht es sehr ähnlich aus wie in Yambio, abgesehen von der Tatsache, dass die Armut in Buma viel größer ist als in irgend einem anderen von uns besuchten Ort. Keine Krankenhäuser, keine Schulen und kaum Gemeinden. Es gibt nur Strohhütten. Das einzige Gebäude, dass einigermaßen dauerhaft gebaut ist, ist die AIC (Africa Inland Church) Gemeinde.
ACROSS, eine christliche Organisation, die Grundschullehrer ausbildet, holte unser Team in ihrem Geländewagen von der Buschpiste ab und von diesem Zeitpunkt an waren die Tage ausgebucht mit Leiterschaftstrainings, Openair- Veranstaltung auf dem Marktplatz und Openair- Kino am Abend.
Der Höhepunkt für unser Team war es, den Jesusfilm in einem entlegenen Dorf unter dem Gie Stamm zu zeigen. Fast drei viertel der Menschen sind ohne Kleidung und haben in ihrem Leben noch nie einen Film gesehen. Die Stammeseinwohner berührten immer wieder den Bildschirm, weil sie so etwas noch nie zuvor gesehen haben. Unser Mikrofon war DIE Attraktion! Stell dir vor, du sprichst in ein Ding und deine Stimme kommt woanders raus!! Während der Jesusfilm gezeigt wurde, fingen Frauen und Kinder laut zu weinen an, als Jesus gekreuzigt wurde. Die Männer wurden wütend und begannen eine heiße Diskussion untereinander. Am Ende der Veranstaltung waren so viele von der Botschaft der Errettung ergriffen, dass sie Jesus in ihr Leben aufnahmen. Die Menschen waren so offen für die Botschaft! Es war, als ob Jesus ihr Dorf besucht hätte!
Wir verließen die AIC Gemeinde und sie haben jetzt viel zu tun, Jüngerschaftsarbeit unter den neu erretteten GIE Stammesleuten zu leisten. Es wird nicht einfach sein, aber vielleicht kann dort eine Zweiggemeinde gegründet werden.




nach oben

Die New Year Celebrations in Lokichoggio und Lodwar

Lokichoggio: Es war was los in der Grenzstadt zum Südsudan! Die "Good News" wurden gepredigt und daraus ergaben sich neue offene Türen für den Sudan. Viele Menschen kamen, u.a. sogar Mitarbeiter aus dem UN Stützpunkt, die zuvor sehr abweisend waren. Auch sie öffneten sich für das Wirken Gottes. Sehr bereichert waren auch die Pastoren, die aus den verschiedensten Richtungen angereist kamen und an Seminare teil nahmen. Wir hatten vier unterschiedliche Themenbereiche die gelehrt wurden. Nach Abschließen der Seminare konnten die Pastoren sehr gutes Material in ihre Gemeinden zurück nehmen. Auch hat es uns sehr stark ermutigt zu hören, was sich durch den letzten Einsatz vor drei Jahren in der Stadt getan hat. Eine Bar zum Beispiel, die sich "First and Last Bar" (Erste und letzte Bar) nannte, verwandelte sich in "First and Last Gospel Church" (Erste und letzte Evangeliums Gemeinde)
Lodwar ist bekannt für sein reges "Nachtleben", Prostitution, starkem Alkoholkonsum und seiner Kriminalität. Vor 10 Jahren hatten wir dort unsere letzte Evangelisation. Wir konnten damals unter den Gemeinden und Pastoren leider keine Einheit erreichen. Es gab so viel Konkurrenzdenken, Uneinheit bis hin zum Streit unter den Gemeinden. So konnten wir damals nur mit 4 Gemeinden zusammenarbeiten. Eine breitgefächerte geistliche, übergemeindliche Zusammenarbeit wäre undenkbar gewesen.
Diesmal war es anders! Die Stadt war reif zur "Ernte". Über 45 Pastoren mit Ihren Gemeinden wollten mit uns zusammenarbeiten. Die Atmosphäre war völlig verändert und es fiel uns auf, wie sehr die geistliche Leiterschaft in ihrer Stadt die Atmosphäre für Erweckung durch Einheit und Gebet prägen kann. Es gibt EINE Gemeinde Gottes am Ort, unabhängig von den unterschiedlichen Namen der jeweiligen Zusammenkünfte.
Was geschieht, wenn jeden Abend 15.000 bis 20.000 Menschen zusammenkommen und ihr vertrauen auf Jesus setzen, kann man aus dem nachfolgenden Erlebnisbericht von unserem 77-jährigen Gast Otto Albeck entnehmen:

Zeichen werden folgen, denen die da glauben

(Ein Erlebnisbericht von Otto Albeck)
Es war für mich wie ein Wunder mit meinen 77 Jahren die letzte Versammlung in Lodwar, im heißen Turkanagebiet zu erleben. Für uns, als Europäer ist es eine gewisse Umstellung. Deshalb ist es erstaunlich, wie das Team die Einsätze in diesen schwierigen Gebieten gesundheitlich bewältigt. Außer den unterschiedlichen Seminaren (Leiterschaft, Ehe, Kinderarbeit und unerreichte Völker) in den Vormittagstunden begann am Nachmittag um 15.00 Uhr schon die Kinderevangelisation, anschließend der Gottesdienst, der sich dann bis 21.00 Uhr ausdehnen kann. Es entsteht keine Langeweile, gefesselt trotz großer Hitze, lauschen sie dem Worte Gottes zu und oftmals hört man begeisterte Zurufe aus dem Publikum. Kommt es dann zum Altaraufruf und der Übergabe ihres Lebens and den lebendigen Gott, so sind die Seelsorgehelfer oftmals total überfordert. Auch das wunderbare Wirken des Heiligen Geistes während des Gebetes für die Kranken ist überwältigend. Da ruft plötzlich ein Mann aus der Menge heraus: "Ich kann sehen, ich kann sehen!" Ein kleiner Junge von 3 - 4 Jahren der einseitig gelähmt war, läuft freudig winkend auf dem Podium hin und her. Oder die Mutter die erzählt, dass ihr Sohn, der unter epileptischen Anfällen litt, seit dem Besuch dieser Gottesdienste keine Anfälle mehr hat. Wenn solche Wunder geschehen steigt ein Lobpreis auf, der einfach überwältigend ist. Die Leute hüpfen und springen, dabei steigt eine Staubwolke auf, die fast die ganze Beleuchtungsanlage verdunkelt und man fühlt sich versetzt in die Zeit der ersten Christenheit und an das Wort des Herrn aus Markus 16:17 "Die Zeichen werden folgen denen die da glauben."

nach oben